Lisa van Houtem: “Ich träume immer noch von einer Chips-Fabrik”

Google+ Pinterest LinkedIn Tumblr +
Femtastics nennt sich ein neues Online Magazin, hinter dem Lisa van Houtem, Katharina Charpian und Anna Weilberg stecken. Drei Journalistinnen aus Hamburg, die Zeitgeist und eine neue Community für Frauen bieten möchten. Wir haben uns kurz nach Launch mit Lisa im Rahmen unserer Five on Fillmore Serie unterhalten.

Deine Lieblings-App für den Arbeitsalltag?

Slack! Die App für Teamkommunikation hat uns in der Gründungs- und Launchphase von femtastics.com das Leben gerettet. Wenn man als teilweise dezentrales Dreiergespann unterwegs ist, stößt man mit Mail, WhatsApp, Facebook & Co schnell an seine Grenzen. Mit Slack haben wir endlich einen virtuellen Ort, an dem wir dank Schnittstellen alle wichtige Files ablegen und ToDo’s bündeln können.

Nur ein paar Channels könnten wir langsam mal aufräumen, hüstel.

Mit dieser Persönlichkeit würde ich gerne ein Startup gründen:

Ich träume immer noch von einer Chips-Fabrik – die wollte ich tatsächlich schon mit 13 Jahren aufmachen. Ich stelle mir da so selbstgebackene Chips mit abgefahrenen Gewürzkombinationen vor, hübsch verpackt in kleinen Papiertütchen, die ich dann in einem silbernen Catering-Anhänger verkaufe.

In Palm Springs zum Beispiel. Hamburg wäre auch ok. Was echt cool wäre, wenn Patti Smith vielleicht Zeit hätte und vorm Wagen Lesungen und kleine Jam-Sessions veranstaltet. Die hat bestimmt auch einen guten Chips-Geschmack.

Das ist doch ein super Konzept, oder? Smith ’n’ Chips quasi.

femtastics_office

Was tust du, um produktiv zu sein oder deine Produktivität zu erhöhen?

Ich stehe extrem früh auf, meistens gegen sechs Uhr morgens, weil da meine Produktivität und Kreativität einfach am höchsten ist. Wenn ich mit einem Text nicht weiterkomme oder gedanklich festhänge, springe ich entweder unter die Dusche oder gehe mit meinem Hund Toni Gassi.

Da kommen mir immer die besten Ideen. Ansonsten: Fokussieren! Auf meinem iPhone habe ich alle Mitteilungen weitestgehend ausgestellt. Das ständige Aufpoppen und Vibrieren lenkt nur ab. Lieber bewusst halbstündlich alle Dienste checken – dazwischen ist Ruhe im Karton.

Woraus besteht dein Arbeitsplatz, welche Essentials findet man auf deinem Schreibtisch?

Momentan habe ich den Luxus, zwei Arbeitsplätze zu haben. Zu Hause habe ich mir mit meinem Mann ein wunderbar gemütliches Arbeitszimmer mit alten Schulpulten eingerichtet. Hier verbringen wir ganze Tage in Symbiose zusammen. Es ist der Ort, an dem ich am konzentriertesten arbeiten kann.

Und dann habe ich das Büro meiner Träume mit meinen beiden femtastics-Partnerinnen gefunden: Einen alten Kiosk mit großer Glasfront in der Hamburger Neustadt, direkt zwischen Michel, Landungsbrücken und St. Pauli. Wir haben liebe Nachbarn, die uns oft Hallo sagen und Geschichten aus dem Viertel erzählen und wenn die Sonne scheint, sitzen wir vor dem Laden und trinken Kaffee.

Was man auf meinem Tisch findet? Meinen Rechner, einen großen Pott Kaffee und einen riesigen Stapel mit Papiergedöns – meist unberührt.

Was stört dich am Unternehmertum am meisten?

Die finanzielle Unsicherheit ist natürlich schon harter Tobak fürs Gemüt. Aber ich habe ein großes Vertrauen in mich selbst entwickelt und über die Jahre gelernt: Es gibt immer eine Lösung. Außerdem muss man sich frei machen vom Druck von außen und sich überlegen, was bin ich bereit, in meinen Traum vom eigenen Unternehmen zu investieren?

Meine persönliche Antwort: Alles.

Share.

About Author

Hallo, ich bin Silicon Valley Reporterin, lebe in San Francisco, trinke meinen Kaffee selten aus und bin großer Fan vom Dog Park ums Eck. Ruft mich nicht an.

Leave A Reply