Alexa Wesner: “In Österreich gibt es Angst vorm Scheitern”

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“Es gibt viele Unterschiede zwischen Österreich und den USA”, meinte die US-Botschafterin in Österreich im Februar, beim Besuch eines Snowboard Shops in Innsbruck. “Ich glaube, dass beide Länder voneinander optimale Vorgehensweisen lernen können”, ergänzte sie, um anschließend noch genauer über Startups und die Arbeitswelt in Österreich und den USA zu sprechen.

Wie man mit Familien und Kindern umgeht, ist ein wichtiger Teil der Arbeitswelt. Wesner wies da besonders auf einen Unterschied hin, nämlich wie die Österreicher und die US-Amerikaner damit umgehen, Kinder zu bekommen. Frauen und Männer können in Österreicher länger zuhause bleiben.

Gleichberechtigung am Arbeitsplatz entscheidend

Folgende Fragen sollte man sich überall stellen:

Wie werden Frauen im Arbeitsumfeld behandelt? Gibt es ein Mentoring Programm, gibt es eine Tagesbetreuungsstätte? Ist es kinderfreundlich?

Obama machte schon zu Beginn seiner Amtszeit außerdem die gleiche Bezahlung von Männern und Frauen zu einem wichtigen Thema. “Ein großer Schritt nach vorne, das ist sehr wichtig”, so Wesner.

Startups

Angst vorm Scheitern

“Es ist anders als in den USA. Risiko einzugehen ist hier deshalb viel schwerer”, meint Wesner über Österreich.

Als möglichen Grund dafür nennt sie, dass viele der Investments, die in Österreich aufgestellt werden von klassischen Banken kommen, sprich, dass sich viele einen Kredit aufnehmen. “Die Banken haben nicht ein Portfolio von zehn Firmen, von denen sie wissen, dass es nur zwei schaffen werden.” Vielmehr muss man Kredite immer zurückzahlen.

Treffen beim monatlichen Breakfast in der Botschaft

Ein monatliches Frühstück in der US-Botschaft in Wien, bei dem man darüber spricht, was man ändern und verbessern kann, will den Austausch der beiden Ländern fördern. Zu diesem Wiener Frühstück sind VCs, Vertreterinnen und Vertreter von Inkubatoren und Startups genauso eingeladen, wie Coworking Space Betreiber und Betreiberinnen.

“Die Einstellung zu Risiko und Scheitern ist eine der wichtigsten Dinge, die man von den USA lernen kann”, so Wesner in Innsbruck.

Außerdem sieht sie den Risikokapitalpool in Österreich im Moment noch eher im entstehen.

Das Video kann man sich hier ansehen:

“Both of our countries can learn from one another best practices.”Earlier in February Ambassador #AlexaWesner visited Burton Snowboards in Innsbruck. She discussed differences between Austria and the U.S., mentioning gender equality, equal pay, parental leave, startup culture, entrepreneurship, among other topics: http://bitly.com/1TvqEP4.

Posted by U.S. Embassy Vienna on Sunday, March 6, 2016

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Hallo, ich bin Silicon Valley Reporterin, lebe in San Francisco, trinke meinen Kaffee selten aus und bin großer Fan vom Dog Park ums Eck. Ruft mich nicht an.

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