Bikemap: “In fünf Jahren sind wir auf allen Kontinenten das wichtigste Angebot für Radfahrer”

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Die Fahrrad Community Bikemap, mit Sitz in Wien, konnte vor kurzem 700.000 Euro, unter anderem von Speedinvest, aufstellen. Wir haben bereits berichtet. Nun haben wir uns genauer mit dem CEO Christof Hinterplattner darüber unterhalten, was sie mit dem Geld machen werden, wo sie ihre Zukunft sehen und womit Bikemap Geld verdienen will. Das internationale Wachstum steht dabei stark im Vordergrund, so Hinterplattner.

Ihr habt gerade Investment aufgestellt. Was werdet ihr damit machen?

Wir haben unser Entwickler Team signifikant aufgestockt und können jetzt schneller alle noch auf unserer Liste stehenden Produkt Features realisieren.

Jetzt, da das Produkt live ist, wollen wir viele Märkte austesten und wichtige Learnings erzielen – daher investieren wir auch in strategisches Wachstum, also Growth.

Welche Herausforderungen gibt es in anderen Ländern?

Wir haben zwölf Systemsprachen und durchgängig alle Inhalte in Deutsch und Englisch. Sprachen heben die Komplexität von Projekten immens, aber um andere Länder und Märkte zu erobern muss das Produkt auch auf das Land und die Sprache zugehen.

Wir entwicklen gerade ein Ambassador Programm, das lokale User zu Powerusern macht und die uns auch zur Seite stehen, wenn wir lokale Themen oder Fragen haben – beispielsweise haben wir tausende Routen und sehr aktive Nutzer in Taiwan, dort stehen wir in intensivem Austausch mit vielen Bikemap Fans. Auch das Ambassador Programm entwicklen wir weitgehend mit Usern zusammen.

Was ist euer Geschäftsmodell?

Ende Mai rollen wir die ersten Premium Features aus. Offline Verfügbarkeit von Routen, Karten, Profilen usw. ist stark nachgefragt, wegen Roaming oder schlechter Mobilfunkverbindung im Gebirge, Tälern oder ähnliches.

Mit dazu kommt auch Offline Navigation und andere Funktionen. Wir haben beispielsweise mehr als 35.000 Druckaufträge für Karten pro Monat. Diese Funktion werden wir noch stark verbessern und in das Premium Paket dazugeben.

Dann haben wir noch Werbung als Erlössäule und wir lizenzieren unseren Routing Algorithmus an Navigationshersteller.

Unser Case ist auf starkes User Wachstum ausgerichtet und auf skalierende Produkte – in der derzeitigen Wachstumsphase sind wir noch nicht profitabel, das kommt ab dem Erreichen eine kritischen Größe.

Wo seht ihr euch in fünf Jahren?

Da sind wir auf allen Kontinenten das wichtigste Angebot für Radfahrer, die ihre beste Route planen, finden oder teilen wollen, wir haben viele Millionen glückliche User, die auch unsere Premium Features lieben.

Wir werden noch einige Line Extensions erschlossen haben und ein zentraler Partner für Industrie und Tourismus sein.

Kannst du verraten wie viele aktive User Bikemap hat?

Aktuell wäre jede Zahl falsch weil wir alle Retention beziehungsweise Aktivierungs Maßnahmen auf den Launch konzipiert haben und die Zeitspanne zu kurz ist. Was wir jetzt schon sehen ist, dass wir massiv wachsen und der Launch unmittelbar Wirkung gezeigt hat.

Und vor allem beeindruckt uns das Wachstum bei den Signups.

Disclaimer: Ich habe vor vielen Jahren einmal bei Heute.at mit Christof Hinterplattner zusammengearbeitet.

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Hallo, ich bin Silicon Valley Reporterin, lebe in San Francisco, trinke meinen Kaffee selten aus und bin großer Fan vom Dog Park ums Eck. Ruft mich nicht an.

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