Female Founders Conference: Y Combinator Co-Founder Jessica Livingston nimmt sich Auszeit

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Livingston nimmt sich eine Auszeit, das gab sie heute zu Beginn der Female Founders Conference in San Francisco bekannt. Nach 11 Jahren mit Y Combinator sagt sie, dass sie müde geworden ist und mehr Zeit für ihre Kinder haben will. Ihren Talk nahm sie als Anlass, um Founder daran zu erinnern, was sie während ihrer Auszeit für ein Jahr nicht vergessen sollen.

“Lasst euch nicht ablenken”, mahnt sie die Gründerinnen im Herbst Theatre in San Francisco. Netzwerken, Kaffee trinken mit potentiellen Investoren und zu Konferenzen gehen, hält Founder oft davon ab, sich auf ihr eigentliches Produkt zu konzentrieren, so Livingston.

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“Mache etwas, das Menschen wollen”, rät Livingston weiters. Dabei soll man mit so vielen Usern wie möglich sprechen, denn sie hat noch nie ein Startup getroffen, dass das zu viel gemacht hat. Im Gegenteil. Dabei soll man aber vor allem den Fokus nicht verlieren. Als weitere Gefahr nennt Livingston, dass man zu viele neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter anstellt und einem deshalb schneller das Geld ausgeht.

Livingston erinnerte außerdem daran, dass es oftmals viel einfacher ist eine Seedrunde aufzustellen, in der es um Versprechungen geht. Geht es dann an Series A muss man tatsächliche Zahlen auf den Tisch legen. Wachstum ist zu diesem Zeitpunkt der wichtigste Faktor.

Livingston fragte die Teilnehmerinnen der Female Founders Conference wie viele gerade an einem eigenen Startup arbeiten. Von dem gut gefüllten Thetersaal gingen dabei ein großer Teil der Hände nach oben.

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Ohne WLAN und für viele auch ohne Empfang konnte man sich noch mehr auf das konzentrieren, was on stage passierte. Da gab es reichlich Tipps, wie man Investments aufstellt und das Sterben eines Startups verhindert.

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Livingston hielt außerdem fest, dass man sich nicht von Medienberichten verunsichern lassen soll, die davon sprechen, dass es Gründerinnen besonders schwer haben.

Sie rät sich darüber nicht allzu viele Gedanken zu machen, denn “viele Medien wollen kontroversielle Geschichten, weil die mehr Klicks” bekommen.

Wie weit das stimmt, muss vermutlich jede Gründerin selbst beurteilen.

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Am Ende der Konferenz gab es noch eine kurze Q&A zum Y Combinator. Dabei meinte Livingston, dass es keine Firma gibt, die zu früh oder zu weit für diesen Accelerator ist.

Sie suchen nach Co-Foundern, die sich kennen und die auch schon für einige Zeit miteinander gearbeitet haben. Ob diese 20 oder 60 Jahre alt sind, ob sie weiblich oder männlich oder, ob sie schwul sind, sei für den Auswahlprozess allerdings irrelevant, so Livingston.

Und dann sollte man nicht vergessen, dass auch Airbnb einmal am Y Combinator teilnahm, damals hätte niemand geahnt, dass sie einmal so groß werden, wie sie es heute sind.

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Hallo, ich bin Silicon Valley Reporterin, lebe in San Francisco, trinke meinen Kaffee selten aus und bin großer Fan vom Dog Park ums Eck. Ruft mich nicht an.

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