Messenger-Chef David Marcus über AI und Sponsored Content: „Wir haben keinen großen Plan“ 

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David Marcus, VP of Messenger bei Facebook sprach am Rande der Entwicklerkonferenz über die Monetarisierung und die Zukunft des Bot-Geschäfts. 

Werbung in Messenger-Konversationen

„Wir haben keinen großen Plan. ir haben einen ungefähren kleinen Plan, wie wir Mehrwert“, sagte Marcus bei einem Hintergrundgespräch in San Jose über die Strategie bei Messenger. Mit den Neuerungen „Chat Extensions“, bei der externe Apps eingebunden werden können, und der Suchfunktion „Discover“ sowie der Fortsetzung der Bot-Offensive will Marcus vor allem die Nutzerschaft und Interaktion steigern. Das übergeordnete Ziel ist auch ohne Masterplan klar: „Mit der Zeit werden wir herausfinden, wie wir das Engagement der Nutzer monetarisieren können – auf eine geschmackvolle Art.“

Damit spielt Marcus auf die Einbindung von Werbung im Messenger an, denn bisher verdient das Unternehmen mit dem Messenger nur indirekt Geld. Von den Transaktionen, die Geschäfte oder Finanzdienste von Nutzern über den Messenger abgeschlossen werden, behält sich das Unternehmen laut Marcus keinen Anteil. „Derzeit sind unser Geschäftsmodell die Anzeigen im News Feed, die den User zu einem Dialog mit einem Unternehmen im Messenger führen soll.“ Der VP bestätigte, dass Sponsored Content in einer Konversation eine Idee ist,  den Messaging-Dienst mit 1,2 Milliarden monatlich aktiven Nutzern zu monetarisieren. 

„M ist kein Produkt, sondern ein Experiment”

Auch beim Thema Künstliche Intelligenz will sich Marcus nicht auf konkrete Timelines festnageln. „Es wird noch eine lange Zeit dauern, bis wir da sind, wo wir hin wollen.“ Das Messenger-Team versucht unter anderem, mit dem „Discover“-Tab die aktuellen Bedürfnisse eines Users zu erkennen, um ihn passende Anbieter vorzuschlagen. Der virtuelle Assistent M gibt aktuell nur Empfehlungen ab. Man konzentriere sich bewusst auf kleine Usecases, um daraus zu lernen: „M ist kein Produkt. Es ist ein Experiment, mit dem wir lernen, wie wir Artifical Intelligence antrainieren.“ Aktuell funktioniert M nur in englischer Sprache. „Wir haben noch keine Timeline für den internationalen Rollout, die wir mit euch teilen können“, so Marcus. Das Feature, das bisher nur in den USA verfügbar ist, laufe bislang „sehr gut“. Auf sprachgesteuerte Bedienung des virtuellen Assistenten verzichtet Facebook einstweilen: „Das Smartphone eignet sich nicht gut dafür, weil wir meist in Situationen wie Meetings sind.“ In Zukunft könne es aber durchaus einen Formfaktor geben, bei dem sprachgesteuerte AI Sinn mache. 

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About Author

Berichtet als freie Silicon Valley-Korrespondentin über Technologie und Wirtschaft und betreibt seit 2014 das Portal Fillmore.

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