Techies: Neues Fotoprojekt zeigt, wie vielfältig das Silicon Valley wirklich ist

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100 Porträts und Interviews von Menschen, die in Tech Berufen arbeiten, hat Helena Price vor wenigen Tagen online gestellt. Die Teilnehmenden erzählen in diesem Rahmen ihre ganz persönlichen Geschichten. Darunter finden sich unter anderem Facebook, Pinterest, Google und Slack Angestellte.

Alles begann vor drei Monaten mit einem Medium Post der in San Francisco lebenden Fotografin Helena Price. “Bitte bewerbt euch bis zum 20. Jänner, wir werden die ersten 100 Teilnehmenden bis zum Ende des Monats auswählen”, schrieb sie damals.

Für dieses Projekt suchte sie Unterrepräsentierte, die im weiten Sinne in Tech Berufen arbeiten. Dazu zählen laut Price etwa Frauen, Menschen, die nicht weiß sind, Menschen über 50, Lesben, Schwule, Bisexuelle und Transsexuelle, arbeitende Eltern, Menschen mit Behinderung und viele mehr.

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Gesagt, getan. Die seit 2009 in der Startup Szene arbeitende Fotografin startete dann mit Interviews und im März arbeitete sie die versprochenen 100 Porträts ab, die seit kurzem auf der eigenen Website zu finden sind.

Dort kann man nach Kategorien sortieren und nach Menschen, die zu den Themen “Medical Issues”, “LGBT”, “Mental Health” und “Disability” passen, suchen.

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Amy Wibowo, Gründerin von BubbleSort Zines

“Dieses Projekt wurde so gestaltet, dass sich Menschen gleichzeitig damit wohlfühlen und auch, um sie mit Konzepten zu konfrontieren, mit denen sie sich unwohl fühlen oder denen sie ein Stigma verleihen. Diese Kategorien sind definitiv ein Teil davon”, erzählt uns Price und ergänzt: “Damit will ich aber auch sagen, dass Kategorien dafür geschaffen wurden, um über ganz unterschiedliche Herausforderungen zu lernen. Außerdem soll man sich mit Menschen, die mit ähnlichen Themen zu kämpfen haben haben, verbunden fühlen.”

Price weiß außerdem: “Kurz gesagt, ja, einige Menschen werden sich mit diesen Kategorien sehr unwohl fühlen.” Den Wert, den es für Menschen in ähnlichen Situationen hat, macht es aber wichtig, sie zu haben.

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Om Malik, Gründer von Gigaom und Investor

“Wenn es um Vielfalt in der Tech Industrie geht, dann sehen wir meistens Geschichten, die darüber berichten, wie sehr es an Vielfalt mangelt”, schreibt etwa The Next Web. Das geht auch anders. “Ich möchte, dass sich diese Menschen treffen, ich möchte, dass sie rekrutiert werden. Ich bin gespannt, was dieses Projekt für jede einzelne Person bedeutet”, verrät Price CNN.

Price erzählte uns weiter: “Nehmen wir zum Beispiel diejenigen im Projekt, die mit dem Stichwort “Mental Health” gekennzeichnet sind. Diese Menschen wissen, wenn sie ihre Erlebnisse mit Ängsten und ihrer psychischer Verfassung teilen, dass sie dabei helfen diesen Begriff zu entstigmatisieren.”

Schließlich zeigt alleine schon die Tatsache, dass manche Menschen vielleicht annehmen, dass es abwertend sein könnte, dass wir noch einen langen Weg zu gehen haben.

“Außerdem soll diese Kategorie anderen zeigen, dass sie da draußen nicht alleine sind.”

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Bo Ren, Product Manager bei Facebook, unter anderem für Facebook Notes

Pinterest Developerin Tracy Chou meint in ihrem Techies Interview, dass sie 2013 bei der “Grace Hopper” Konferenz war, wo ein Frühstück mit Sheryl Sandberg stattfand.

Sandberg meinte damals, dass die Zahl der Frauen in Techberufen zurückgeht und man etwas dagegen tun muss. Daraufhin antwortete Chou mit der Frage, woher sie wisse wie viele Frauen in Tech Berufen arbeiten?

In diesem Moment fiel ihnen auf, dass es in einer so von Daten gesteuerten Branche keine Zahlen dazu gab.

Chou begann selbst Daten zu sammeln und schließlich schrieb die Vogue darüber.

Price will das Projekt in der Zukunft in ein Buch verwandeln, eines das dokumentiert wie die Tech Szene im Jahr 2016 aussieht, berichtet TechCrunch.

Auch das Fotoprojekt selbst ist übrigens noch lange nicht zu Ende. Price wird weiter Fotos machen und Interviews führen. Man kann sich auch nach wie vor bewerben.

Hallo, ich bin Silicon Valley Reporterin, lebe in San Francisco, trinke meinen Kaffee selten aus und bin großer Fan vom Dog Park ums Eck. Ruft mich nicht an.

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