Zwei neue Twitter Apps: Was sie können und was sie nicht können

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Vor kurzem stellte Twitter zwei neue Apps vor. Engage richtet sich an Influencer, die mit Videos Geld verdienen wollen und Dashboard an Unternehmen, die mit Twitter ihr Business vorantreiben wollen. Beide Apps sind vorerst nur in den USA verfügbar.

Spät aber doch launcht Twitter mit Dashboard eine eigene App, mit der man auch Tweets für einen bestimmten Zeitpunkt vorausplanen kann. Bei Engage fällt außerdem auf, dass man Mentions von Verified Usern in einem eigenen Tab anzeigen kann. Das ist in der regulären App nur für Accounts möglich, die selbst verified sind.

Engage ist für Influencer, verwenden kann die App jeder

Am Anfang lag für uns die Vermutung nahe, dass Engage nur für Nutzer mit dem blauen Haken nutzbar ist. Auf Rückfrage verrät uns Twitter, dass “Twitter Engage […] sich zunächst an die Web Video und Digital Stars mit großen Follower-Zahlen” richtet. Was so viel heißt wie, dass die App für alle Nutzer bereit steht. Damit unterscheidet sich Engage von seiner verwandten App bei Facebook, Mentions ist da tatsächlich nur für Verified Profile abrufbar.

Twitter Engage ist für Twitter Nutzer in den USA verfügbar.

Twitter Engage ist für Twitter Nutzer in den USA verfügbar.

Im Gegensatz zu Dashboard zeigt Engage weder Direktnachrichten, noch eine Timeline oder das eigene Profil an. Einige Twitter Nutzer werden außerdem in der App als Influencer dargestellt, was genau dabei die Kriterien sind, verrät Twitter aber nicht.

Wer auf Twitter ganz auf sich selbst fokussiert sein möchte und keine privaten Konversationen führt, für den ist die alleinige Nutzung der App genau richtig.

Dashboard setzt auf Unternehmen, die sich selbst beobachten wollen

dashboard

Twitter Dashboard soll beim Planen von Tweets helfen.

Dashboard ist übrigens auch im Browser abrufbar, Twitter möchte dabei gleich einmal mehr Details über das Unternehmen sammeln und fragt nach der Branche in der man tätig ist, wie viele Mitarbeiter man hat und welche Begriffe man beobachten will.

Dashboard

Im Browser erreicht man Dashboard unter dashboard.twitter.com

Mit Dashboard startet Twitter auch eine Art Redaktionskalender, für den man zuvor eines der zahlreichen Planungstools, die am Markt verfügbar sind, verwenden musste.

Außerdem kann man Dashboard auch als Monitoring Tool verwenden, um zu sehen was andere über einen sagen. In die Timeline kann man dann auch Stichworte, wie beispielsweise den eigenen Namen, einfügen.

Und wie erfährt man von den Apps?

Spannend wird vor allem sein, ob sich die Idee als gut, aber mit zu wenig Reichweite herausstellt und, ob den beiden Apps ein ähnliches Schicksal wie Facebooks Paper erfahren wird. Paper wird mit 29. Juli eingestellt, weil zu wenige Nutzer gefunden werden konnten.

Dashboard kann man außerdem mit mehreren Accounts verwenden, bei Engage ist das nicht möglich.

Umfragen und Periscope Streams sind etwa bei Dashboard außerdem im Moment nicht verfügbar. Auch Sticker können in keine Bilder eingefügt werden. Noah Pepper, der bei Twitter unter anderem für Dashboard zuständig ist, verrät auf Product Hunt, dass Sticker und Umfragen aber bereits auf ihre Liste für Features stehen, die noch hinzugefügt werden sollen.

Alle Twitter Features lassen sich mit einer App alleine so also nicht verwenden, was für so manchen sicher verwirrend ist. Wie schön wäre es doch, wenn man Twitter, Vine und Periscope in einer App nutzen könnte.

Video Publisher sollen direkt Geld verdienen können

Engage hat aber noch einen ganz anderen Hintergrund. Twitter sieht die App auch stark für Video Publisher.

“Ausgewählte Web Video und Digital Stars können ihre Inhalte ab sofort direkt in der App hochladen und monetarisieren”, heißt es da etwa in der Presseaussendung. Weiters liest man: “Eine kleine Gruppe ausgewählter Web Video und Digital Stars testet aktuell längere Vines, um umfangreichere Geschichten zu erzählen. Darüber hinaus untersucht Vine die Möglichkeiten der Monetarisierung für Web Video und Digital Stars mit Twitters Amplify Open Programm.”

2015 waren folgende Publisher bei Twitter Amplify dabei:

logoslide

Details dazu wie dieses Programm nun konkret in die App eingebunden ist, gibt es nicht. Laut Twitter können außerdem ab sofort Videos bis zu einer Länge von 140 Sekunden auf Twitter geteilt werden, im Moment scheint dies aber ebenso noch nicht für alle Nutzer zu funktionieren, denn beim Test war nur eine Videoaufnahme von 30 Sekunden möglich.

Übrigens: Beide Apps sind eine Möglichkeit, um Twitter wieder ohne Twitter Moments verwenden zu können, da diese in keiner Version der Apps angezeigt werden.

Hallo, ich bin Silicon Valley Reporterin, lebe in San Francisco, trinke meinen Kaffee selten aus und bin großer Fan vom Dog Park ums Eck. Ruft mich nicht an.

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