Das ist Österreichs neue Crowdfunding Plattform

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Kickstarter und Indiegogo bekommen Konkurrenz in Österreich, denn die aus der Schweiz kommende Crowdfunding Plattform wemakeit ist jetzt auch hierzulande mit einer eigenen Niederlassung vertreten. Launchtermin ist heute am 3. März.

Zum Erfolg soll kreativen Projekte aus dem Bereich Kultur, sowie Vereinen oder Startups verholfen werden. Die “Crowd” wird dies möglich machen. Gleich zum Start online ist etwa das Projekt Silva, bei dem es darum geht Rätsel zu lösen und Schätze zu suchen, eine 60-minütige Doku wird nach erfolgreicher Kampagne eben darüber gedreht werden. Außerdem vertreten ist LIEBLINGSBRAND: Ein gemeinsamer Online-Shop aller österreichischer DesignerInnen könnte da entstehen. Worum es genau geht wird im Video erzählt:

Bei The Gap findet man 10 Tipps, wie so eine Kampagne garantiert scheitert, also Worst Practices. Wir haben uns mit Simone Mathys-Parnreiter von wemakeit Österreich über weniger Negatives unterhalten.

wemakeit ist eine Crowdfunding Plattform aus der Schweiz. Was unterscheidet Euch von Mitbewerbern und wie wollt ihr Euch am Markt etablieren?

Wir machen reward-based Crowdfunding – also kein Investing – und setzen dabei auf persönliche Betreuung. Bei uns geht niemand online, der oder die nicht mit uns in Kommunikation steht – wir schauen uns jede Kampagne an, bevor sie online geht, geben Feedback und Tipps. Zusätzlich organisieren wir immer wieder Infoabende und bieten persönliche Beratungstermine an, ohne extra Kosten.

Wir sind die größte Plattform in der Schweiz und die zweitgrößte deutschsprachige in Europa, sind also schon gut vernetzt und bringen ein großes Wissen über Crowdfunding mit. Für den Start in Österreich machen wir das, was wir auch den Projekten empfehlen: Networking, persönliche Präsenz und Kommunikation. Wir sprechen mit vielen MultiplikatorInnen, sind präsent mit Informationsveranstaltungen, bei denen wir Crowdfunding vorstellen und Erfahrungswerte weitergeben. Am 3. März gehen wir mit ca. 15 Projekten online und haben bereits weitere in der Pipeline – das ist natürlich essentiell, denn erfolgreiche Projekte sind die beste Visitenkarte.

Euch gibt es seit kurzem auch in Österreich, wie kam es dazu?

wemakeit wächst seit der Gründung vor drei Jahren kontinuierlich und will den Markt weiter entwickeln. In Deutschland sind wir schon seit längerem aktiv. Österreich ist aus mehreren Gründen spannend: Es gibt die geografische wie sprachliche Nähe, aber vor allem passiert hier sehr viel in verschiedensten Bereichen – ob Startups, Kultur oder Nachhaltigkeit – für die Crowdfunding eine grosse Chance bietet, in der Finanzierung wie auch in der Kommunikation.

Das Projekt Silva ist eines der aktuellen Crowdfunding Projekte auf wemakeit. Foto: Tony Gigov

Das Projekt Silva ist eines der aktuellen Crowdfunding Projekte auf wemakeit. Foto: Tony Gigov

Eine praktische Frage: Müssen Einnahmen, die man aus einer erfolgreich abgeschlossenen Crowdfunding Kampagne erhält, versteuert werden?

Ja. Gelder aus erfolgreichen Kampagnen gelten steuerlich als Einnahmen und sind auch umsatzsteuerrelevant. Was genau das für die einzelnen Projekte heißt, lässt sich natürlich nicht pauschal beantworten – es lohnt sich aber auf jeden Fall, diesen Aspekt zu bedenken, gerade auch wenn Fragen der Rechtspersönlichkeit noch offen sind und man diesbezüglich reagieren kann. Ein Tipp: Es gibt vom German Crowdfunding Network ein Handbuch dazu, dass man als PDF kostenlos beziehen kann. Wir vermitteln auch gerne SteuerberaterInnen, die sich mit Crowdfunding auskennen.

Wer das feiern möchte sollte bei der wemakeit.at Launch Party vorbeischauen, die findet am 6. März im Wiener Radlager Palazzo statt.

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Hallo, ich bin Silicon Valley Reporterin, lebe in San Francisco, trinke meinen Kaffee selten aus und bin großer Fan vom Dog Park ums Eck. Ruft mich nicht an.

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