Fillmore – Ein Jahr nach dem Neuanfang

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Das Online-Magazin Fillmore ging vor genau einem Jahr an die Öffentlichkeit. Die vergangenen 365 Tage waren von Höhen und Tiefen geprägt. Das bringt die Zukunft. 

Testlauf als Einzelkämpferin

“Medien machen kein Geld? Journalismus ist ein prekärer Beruf? Alles klar, ich gründe dann mal mein eigenes Magazin.” – Mit diesen Worten habe ich am 5. März 2014 den Launch von Fillmore auf Twitter kommuniziert. Damals dachte ich, dass nur eine Handvoll Leser darauf aufmerksam werden, kurz den Link klicken und dann schlafen gehen.

Der Tweet zog allerdings seine Kreise, erweckte Interesse und fand Anklang in einer Community, die sonst nur über die schlechte Situation der Medien jammert. Und innerhalb eines Tages bekam ich die Öffentlichkeit, von denen andere GründerInnen nur träumen.

Auf diesen Ansturm war ich nicht vorbereitet, holte aber das Beste dabei raus. Und so lieferte Fillmore Stories aus dem Silicon Valley, die sonst niemand bringen würde. Das hatte eine beachtliche Nebenwirkung: Meine Aufträge im freien Journalismus stiegen rasant an, da Menschen auf meine Arbeit noch mehr aufmerksam wurden als das Jahr davor, das ich bereits in San Francisco verbracht habe.

Erste Erfolge

Ich wollte wissen, ob ein junges Wirtschaftsmagazin mit Fokus auf Innovation funktioniert. Viel mehr wollte ich im ersten Jahr nicht erreichen. Trotz vieler Zweifel und Mangel an Ressourcen ist mir ein Jahr später klar: Ja, es gibt Bedarf. Exklusive Geschichten und Meinungen auf Fillmore wurden von deutschen Medien zitiert. Themen wie die YouTube-Industrie waren hier erstmals im deutschsprachigen Raum zu lesen.

Mir wurde allerdings auch schnell klar, dass ich Fillmore allein nicht in die nächste Phase bringen könnte: Mehr Reichweite, mehr Inhalte und langfristig auch Monetarisierung. Immerhin soll Fillmore nicht das Nebenprodukt, sondern das Hauptprodukt meines journalistischen Universums werden.

Es gab eine Person (eigentlich mehrere), die ich seit dem Launch als potenzielle Partner am Radar hatte. Und als diese Person vor einigen Monaten ankündigte, längere Zeit in San Francisco zu verbringen, wusste ich, es ist die richtige Zeit, sie darauf anzusprechen: Teresa Hammerl. Mehr über sie lest Ihr in unserer neuen Rubrik “Five on Fillmore“.

Seit Anfang des Jahres arbeiten wir gemeinsam daran, mit Fillmore eine größere Plattform aufzubauen. Dabei versuchen wir, die Themen noch breiter aufzustellen und den Wissensaustausch zwischen Silicon Valley und dem deutschsprachigen Raum voranzutreiben – mit einer kritischen Stimme und aus den unterschiedlichsten Perspektiven.

Die Zukunft von Fillmore

Neben der redaktionellen Berichterstattung schaffen wir in den nächsten Monaten weitere Kanäle, um den Spirit von Fillmore weiter zu verbreiten und Innovation und Unternehmertum zu fördern. Dieses Jahr suchen wir außerdem aktiv und offensiv Partner, die uns auf dieser Reise unterstützen (bei Interesse gerne melden).

Teresa wird die nächsten Monate die US-Westküste erkunden, während ich den Fokus auf Europa und Partnerschaften im deutschsprachigen Raum setze. Natürlich bin ich auch weiterhin regelmäßig in den USA: In den nächsten Wochen werde ich wieder aus San Francisco berichten, und den Mai verbringe ich in New York.

An dieser Stelle möchte ich mich bei all jenen bedanken, die dafür gesorgt haben, dass Fillmore ein Jahr alt wird: Die Leser aus aller Welt, und die Menschen, die uns mit ihrem Wissen und Spenden unterstützt haben. Mittlerweile haben wir ein gutes Netzwerk an Beratern, die uns auch seelisch zur Seite stehen. You know who you are!

Was wünscht Ihr Euch für die Zukunft von Fillmore? Wir freuen uns über Vorschläge und Feedback!

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About Author

Berichtet als freie Silicon Valley-Korrespondentin über Technologie und Wirtschaft und betreibt seit 2014 das Portal Fillmore.

3 Comments

  1. Lisa, ganz groß was du da aufgezogen hast und zwar alleine. Ich fand immer schon toll was du gemacht hast, haben deinen Weg ja schon länger verfolgt – aber ich habe das Gefühl, jetzt bist du angekommen.

    Die Entwicklung die ihr mit Fillmore geplant habt – mit Teresa als Partnerin – sind genau das was Online-Journalismus jetzt braucht: Junge, engagierte Talente die verstehen was da draußen passiert und nicht das Schiff eines Verlages mitschleppen müssen.

    Ich drücke euch die Daumen und falls ihr mal ein Bewegtbild-Format machen wollt, ihr wisst ja wo ihr mich findet 🙂

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