Airbnb goes Pop: Warum Beyoncé in einem Airbnb wohnt

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Das Startup aus San Francisco verstärkt seine Verbindungen zur Musikbranche. Zufall oder Marketing? Wir haben nachgefragt.

Pearl Jam und Beyoncé als Werbeträger

Instagram-Gründer Kevin Systrom macht Party mit seiner reichweitenstärksten Userin, Snapchat erklärt Promis die Messaging-App persönlich und YouTuber schwärmen in ihren Videos ganz nebenbei vom Lieferdienst Postmates. An Zufall glauben wir von Fillmore ja generell selten. Dass Beyoncé das Super Bowl-Wochenende in einer über Airbnb gebuchten Villa verbringt, wundert uns deshalb auch nicht.

It was a Super weekend Airbnb

Posted by Beyoncé on Monday, February 8, 2016

Ihr Facebook-Posting haben wir als heimliche Musik-Nerds gleich mit einer anderen Airbnb-Aktion assoziiert. Als die Band Pearl Jam vor einigen Wochen ihre US-Tournee bekannt gab, nannte sie Airbnb als offiziellen Partner. Wer ein Konzert besucht, bekommt 20 US-Dollar Rabatt auf eine auf dem Portal gelistete Unterkunft. Für die Promotion hat das Startup sogar eine Microsite mit Wohnmöglichkeiten in den jeweiligen US-Städten der Tour gelauncht. Intensiviert Airbnb jetzt seine Verbindungen zu Promis und der Musikbranche, um mehr Bekanntheit zu erreichen? Immerhin hat sich der Wohnungsvermittler 2014 als Lifestyle-Brand neu erfunden und bietet immer mehr Dienstleistungen an.


“Das ist generell ganz unterschiedlich”, sagt Airbnbs Deutschland-Sprecher Julian Trautwein gegenüber Fillmore zur Pop-Offensive und ergänzt: “Pearl Jam ist eine Partnerschaft für die Tour und dementsprechend verhandelt worden.” Auch mit dem Musikfestival Lollapalooza hatte Airbnb vergangenes Jahr eine Partnerschaft abgeschlossen.

Ob hinter Beyoncés Facebook-Beitrag eine bezahlte Werbung steht, verrät Trautwein nicht und zitiert seine Kollegen im Headquarter: “We’re huge fans of Beyonce, and we’re thrilled to see her Facebook post and hope she was crazy in love with her Airbnb listing.”

Wir natürlich auch und haben keine Zweifel, dass Beyoncé ihre Unterkunft genossen hat. In einer Welt, in der selbst die wertvollsten Stars einen Lippenbalsam nicht einfach aus Überzeugung in die Kamera halten, zweifeln wir den Zufall weiterhin an. Auf dem Weg zur Börse würde es Airbnb jedenfalls nur helfen, auch abseits der techaffinen Zielgruppe Kunden zu finden. Um es mit Beyoncés Worten zu sagen: “My persuasion can build a nation.”

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About Author

Berichtet als freie Silicon Valley-Korrespondentin über Technologie und Wirtschaft und betreibt seit 2014 das Portal Fillmore.

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