Anyline: “Große Gemeinschaftsräume und die Nähe zum Grünen ist wichtig”

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In der Tiroler Startup Szene tut sich was, das beweist auch Anyline, ein Startup das Führerschein, Kreditkarte und Stromzähler mit dem Handy scanbar macht. Geschäftsführer Lukas Kinigadner ist eines der Teammitglieder, die aus dem westlichen Bundesland stammen.

Anyline ist ein Software Development Kit mit dem die Daten visuell erfasst und in Echtzeit berührungslos auf ein Device übertragen werden. Sie sind futurezone Award Gewinner 2014. Gestartet wurde Anyline von der Agentur 9yards, heute sind sie mehr als zehn Personen, die an dem Projekt arbeiten.

Wir haben uns mit Carina Wetzlhütter und Bernhard Hauser von Anyline über Zukunftspläne, das Silicon Valley und die Startup City Berlin unterhalten.

Wie kam es zu Anyline?

Carina: Anyline hat sich ja aus unserer Agentur 9yards heraus entwickelt. Damals saßen wir noch im Coworking Space sektor5 und zwar direkt neben mySugr, welche sich mit der Frage plagten wie sie nur Daten aus Blutzuckermessgeräten in ihre Apps importieren könnten, ohne eine eigene Hardware bauen zu müssen. Damit war auch schon das Interesse unserer Entwickler geweckt und etwa zwei Jahre, eine FFG Förderung, sowie eine Förderung der Wirtschaftsagentur später, kam unser erstes Produkt, der mySugr Importer, auf den Markt. Der Importer ist eine App, in der unsere patentierte Bildverarbeitungs- und Texterkennungstechnologie verbaut ist. Mit dieser erscheinen durch einfaches Abfilmen des Messgeräts die Daten direkt digital in der App.

anyline

Bernhard: Seit Dezember 2014 sind wir mit Anyline auch ein Teil der Hansmen Group, haben unser Team auf 15 Mitarbeiter aufgestockt und haben uns auch von allen früheren Agenturarbeiten getrennt, um uns rein auf unser Anyline zu konzentrieren.

Ihr seid vor kurzem auf der Augmented World Expo im Silicon Valley gewesen. Was habt ihr dort erlebt?

Bernhard: Auf der Augmented World Expo in Santa Clara wurden neue Technologien sowie Wearables im Bereich Augmented Reality und Virtual Reality vorgestellt, was uns einen sehr tiefen Einblick in die Branche ermöglichte. Spannend war vor allem dort über den kürzlich über die Bühne gegangenen Verkauf der in München ansässigen AR Firma metaio an Apple zu hören und durch viele Gespräche herauszufinden, welche Rolle wir in diesem sehr speziellen Ökosystem einnehmen könnten. Carina: Wir konnten auch einige sehr interessante Sales Leads mit nach Hause nehmen und sind mittlerweile davon überzeugt dass unsere mobile Texterkennungslösung gerade in der Kombination mit AR sehr viel Mehrwert schaffen wird.

Ein Teil von euch wird im Sommer für einige Zeit in Berlin sein. Was habt ihr euch da vorgenommen?

Carina: Berlin ist mit Sicherheit die hervorragendste Stadt in Europa, wenn es derzeit um Startups geht: Immer mehr internationale Unternehmen wie beispielsweise amazon.com, bekennen sich zum Standort Berlin und eröffnen große Büros vor Ort, um von dem Spirit der Stadt zu profitieren. Das ist auch bei uns nicht anders. Wir haben bereits Geschäftsbeziehungen mit Startups vor Ort und wollen uns daher über den Sommer ansehen, was wir noch erreichen können.

Welche Pläne habt ihr sonst noch für dieses Jahr und werdet ihr nochmal ins Silicon Valley kommen?

Bernhard: Dieses Jahr steht bei uns ganz im Zeichen der Skalierung: Mit dem Anyline SDK wird es App-Entwicklern erstmals möglich sein, eine ganze Bandbreite and OCR-Anwedungen (Optical Character Recognition) direkt in die eigene App zu integrieren. Die ab Mitte des Jahres auf unserer Website anyline.io zum Download verfügbaren Software Development Kits werden das blitzschnelle Erkennen von Zahlen, Buchstaben, QR- und Barcodes, Zählerständen, Bankomatkarten, Reisepässen, Führerscheinen und vielem mehr ermöglichen. Carina: Auch aufgrund unserer Erfahrungen auf der Augmented World Expo haben sich unsere Pläne zurück ins Silicon Valley zu kommen auf jeden Fall konkretisiert. Geplant wäre über das Go Silicon Valley Programm auf jeden Fall ein bis zwei Teammitglieder von Oktober bis Dezember entweder in San Francisco oder in Palo Alto zu stationieren.

Neues interior Project bahnt sich an – coole Startups brauchen coole Locations Anyline 🙂

Posted by LAUT ABER LEISE on Wednesday, June 3, 2015

Anyline zieht bald auch in ein neues Büro: Was ist euch bei einem neuen Arbeitsplatz wichtig?

Bernhard: Wir legen bei unserem neuen Büro im zweiten Bezirk vor allem viel Wert auf offene Arbeitsbereiche und ein inspirierendes Umfeld: Als Startup sind uns daher große Gemeinschaftsräume und die Nähe zum Grünen wichtig, um auch sportliche Abwechslung in den Alltag zu bekommen.

Carina: Und natürlich braucht auch unser Bürohund Willi genügend Platz zum Spielen 🙂

ready for networking. #puppy & #businesscards = world domination.

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Hallo, ich bin Silicon Valley Reporterin, lebe in San Francisco, trinke meinen Kaffee selten aus und bin großer Fan vom Dog Park ums Eck. Ruft mich nicht an.

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