Arianna Huffingtons Karriere-Tipp: Schlaf’ Dich hoch!

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Die Huffington Post-Gründerin sprach mit Facebook-CEO Sheryl Sandberg über ihre neues Buch “Thrive”.

Erfolg neu definieren

“Am Boden in der eigenen Blutlache zu liegen, ist kein Erfolg”, so erzählt Arianna Huffington die Motivation hinter ihrem eben erschienen Buch Thrive. Darin macht sie sich auf die Suche nach einer neuen Definition von Erfolg und beginnt damit bei ihrem Burnout im Jahr 2007. Damals brach sie erschöpft in ihrem Büro zusammen und verletzte sich. Nach einigen Arztbesuchen kam die Diagnose: “Die Art, wie ich bisher gelebt habe, war nicht gesund.”

Mit Facebook COO Sheryl Sandberg, die Huffington als ihre Mentorin und “große Schwester” bezeichnet, diskutierte sie am Mittwoch in San Francisco vor 2.500 Menschen über die Komponenten eines neuen Berufslebens. “Unsere Kultur verbindet Erfolg mit Reichtum, das ist aber nicht alles.” Wer erfolgreich sein will, müsse auch auf sein Wohlbefinden achten.

Wunderdroge Schlaf

Die erste große Maßnahme, die die Medienmanagerin nach ihrem Burnout traf, war deshalb mehr Schlaf. “Sieben bis acht Stunden sind notwendig, das zeigt auch die Forschung. Schlaf ist eine Wunderdroge.” Ihr wichtigster Karrieretipp lautet deshalb: “Schlaf’ Dich an die Spitze”. Freundin Sandberg stimmt ihr zu: “Ich wollte dir anfangs nicht glauben. Aber die Zeit, die man durch wenig Schlaf einspart, verschwendet man mit Ineffizienz und vielen Fehlern.”

Für Huffington ist guter Schlaf deshalb indiskutabel. Zudem empfiehlt sie, zu meditieren und mehr auf die innere Stimme zu hören: “Wir brauchen manchmal einfach Stille, um in uns zu gehen.” Die Chefredakteurin habe sich abgewöhnt, gleich den Fernseher einzuschalten, wenn sie nach Hause kommt. “Die Hyperkonnektivität trennt uns von uns selbst”, warnt Huffington weiter. Die Menschen seien so besorgt damit, dass ihre Smartphones aufgeladen sind und vergessen dabei, sich selbst auch zu erholen.

Glücklich geben

Eine weitere Erfolgskomponente aus Huffingtons Definition ist die Macht des Gebens. “Geben ist eine Abkürzung zu mehr Freude am Leben. Viele seien zu beschäftigt, zu nehmen und sehen nicht, was sie zurückbekommen würden, wenn sie mehr geben, beobachtet die Autorin. “Wir müssen von Go-Getters zu Go-Givers werden.”

Ihrem jüngeren Ich würde Huffington raten, sich nicht zu viele Sorgen zu machen. “Ich sehe mich selbst als Work in Progress und evaluiere laufend meine Ziele.” Das habe auch etwas Befreiendes: “Was ich gelernt habe: Du kannst ein Projekt auch abschließen, in dem du es fallen lässt.”

Aus dem Publikum kam eine kritische Frage an beide Managerinnen: “Würdet Ihr wirklich da sein, wo Ihr heute seid, wenn Ihr das, was Ihr predigt, auch wirklich lebt?” Huffington ist überzeugt: “Ja, und ich hätte weniger dafür in Kauf nehmen müssen.” Sandberg hingegen gibt sich selbstreflexiv: “Ich lerne ständig und versuche, was Arianna in ihrem Buch erklärt, auch umsetzen. Mein Motto: Better done than perfect.”



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About Author

Berichtet als freie Silicon Valley-Korrespondentin über Technologie und Wirtschaft und betreibt seit 2014 das Portal Fillmore.

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