Einen Tag vor der Wahl: Protest im Airbnb HQ in San Francisco

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In San Francisco finden am Dienstag Wahlen statt. Während Bürgermeister Ed Lee gute Chancen hat, erneut in seinem Amt bestätigt zu werden, sorgte am Vortag ein Protest im Headquarter von Airbnb für Aufsehen. Grund dafür ist die Prop F, eine Gesetzesinitiative mit Volksentscheid, für die ebenso abgestimmt werden wird und bei der es um die Beschränkung von Short-Term Rentals in der Stadt geht. Airbnb ist davon, neben Craigslist, besonders stark betroffen.

UPDATE: Am Dienstag wurde gegen die Prop F gestimmt. TechCrunch schrieb einen ausführlichen Artikel über die Prop F und der bisherige Bürgermeister Ed Lee bleibt im Amt.

Obdachlosigkeit, Zwangsräumungen und Wohnungspreise um die 4000 Dollar, für ein One Bedroom Apartment, sind unter anderem dafür verantwortlich, dass immer wieder Proteste stattfinden. Vertreter der Sharing Economy, darunter Tech Firmen wie Airbnb und Langzeitbewohner der Stadt streiten sich.

So führten Aktivisten der Coalition on Homelessness im Headquarter von Airbnb am Montag Mittag eine Demo durch, TechCrunch berichtete. Neben Sprechchören und Musikinstrumenten, die gespielt wurden, waren auch Schilder im Gebäude von Airbnb zu sehen, die jeweils mit einem Ballon an die Decke stiegen. Auf ihnen war etwa “Displacement Love, Airbnb” zu lesen. Eine Anspielung auf die Werbung, die in Busstationen in San Francisco von Airbnb angebracht und später wieder zurückgezogen werden musste.

Wer mehr zur Wahl selbst wissen will, findet im lokalen Newspaper Hoodline genaue Analysen.

Unter den Protestierenden fand sich etwa auch der Künstler David Brenkus, der nach 34 Jahren in einem Apartment im Stadtteil Duboce Triangle seine Wohnung nun verlassen muss. Auch vor seiner Wohnung selbst wurde bereits protestiert. Für sein Two Bedroom Apartment bezahlt er heute 735 Dollar, ein Preis, den man bei einem neuen Mietvertrag in der Stadt nicht mehr finden würde.

Ein Medium Post, der im letzten Monat starken Anklang fand, erklärt die Prop F noch einmal im Detail und beschäftigt sich vor allem damit, welche Herausforderungen auf die Stadt zukommen, wenn tatsächlich dafür gestimmt wird.

Das wurde auf Twitter und Instagram über das Airbnb HQ gepostet:

Werbeclip zur Yes on Prop F Kampagne:

Dear Airbnb, Actions Speak Louder Than ApologiesJoin us if you’ve had enough with AirBNB – it’s time to vote YES on Prop F!: http://bit.ly/nothanksairbnb

Posted by Yes on F – ShareBetter SF on Friday, October 23, 2015

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Hallo, ich bin Silicon Valley Reporterin, lebe in San Francisco, trinke meinen Kaffee selten aus und bin großer Fan vom Dog Park ums Eck. Ruft mich nicht an.

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