Fashionlabel JOUUR.: Modebloggerin Jessica Weiß gründete mit Pia Thole

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Modebrands arbeiten eng mit Blogs zusammen, um ihre Botschaft besser nach außen kommunizieren zu können. Manch Blogger oder Bloggerin geht dann aber noch einen Schritt weiter und gründet gleich eine eigene Marke. Das machte nicht nur Chiara Ferragni von The Blonde Salad, sondern auch Jessica Weiß vom deutschen Modeblog Journelles. Sie launchte JOUUR. jüngst gemeinsam mit Pia Thole.

Wer über Jahre hinweg immer wieder einen Blog liest, kommt vor allem bei Modeblogs wohl auch deswegen immer wieder gerne zurück, weil man den Stil und die Kleidung, die man da sieht, mag, als Inspiration sieht oder einfach ansprechend findet. Da liegt es doch nahe, genau diesen Stil, diesen Geschmack, der da auf dem Blog abgebildet wird, in ein eigenes Label zu packen, denn ein eigenes Modelabel launchen und ihre Bekanntheit für die Vermarktung nutzen, das können längst nicht nur Mary-Kate und Ashley Olsen oder Paris Hilton.

Das was man sich sonst gerne im Internet ansah, kann man dann selbst erwerben und womöglich sogar wieder fotografieren und ins Internet bringen. Ein Stylekreislauf, der die Mode in Bewegung hält und ihr einen frischen Kick verleiht. Wir haben mit Jessie darüber gesprochen.

Wie kam es dazu, dass ihr gemeinsam ein Modeunternehmen gestartet habt?

Wir haben uns über gemeinsame Freunde im Rheinland kennengelernt. Im Herbst 2013 sprach sie mich dann an, ob ich schon mal über ein eigenes Label nachgedacht hätte – von da an haben wir Ideen entwickelt, vor uns hin geträumt und irgendwann entschieden: Wir machen das jetzt! Pia und ich ergänzen uns perfekt und können im Team unsere Stärken einfließen lassen.

Entscheidungen treffen wir immer gemeinsam, denn Pia hat jahrelange Erfahrung im Produktmanagement und auch schon zuvor erfolgreich ein Label auf den Markt gebracht. Sie kümmert sie sich um die Produktion, Vertrieb und Back Office, während ich als Creative Director für die Ideenentwicklung des Designs und natürlich die Vermarktung, Social Media, die Corporate Identity und Presse verantwortlich bin. Den Tag, an dem wir unsere GmbH eingetragen haben, werde ich nie vergessen.

Was waren da die Herausforderungen, damit ihr gründen konntet?

Gründen ist immer mit viel Papierkram, Steuerberater- und Notarbesuchen und natürlich Geld verbunden – wir haben zwar beide zum ersten Mal eine GmbH gegründet, aber ehrlicherweise hat das alles problemlos geklappt. Nur die Markeneintragung ist ein längerer Akt gewesen – mit positivem Ausgang.

Worauf habt ihr bei Produktion und Vertrieb besonders geachtet?

Wir haben lange nach dem richtigen und zuverlässigen Partner gesucht, der die beste Qualität im Contemporary-Segment liefern kann. Wir verzichten auf hohe Margen und können unseren Kunden so bezahlbare Preise gewährleisten. Deshalb produzieren wir in Jiaxing, etwa zehn Kilometer von Shanghai entfernt. Pia war im April persönlich vor Ort und hat sich unsere Agentur samt Produktionsstätten und Arbeitsbedingungen angesehen. Alle Produktionsstätten liegen im Umkreis von 50 Kilometern.

Da es sich um unsere erste Order handelt, werden alle Schnitte in der Sample-Abteilung gemacht und auch dort produziert. Die Stoffe stammen grösstenteils von lokalen Produktionsstätten aus der Umgebung, die Pia ebenso besichtigt hat.

Wer wird eure Kleidungsstücke tragen?

JOUUR. ist ein zeitloses Basic-Label und wir glauben, dass für absolut jede Frau etwas dabei ist – egal, in welchem Alter oder Beruf.

Was inspiriert euch?

Klassiker und Basics, die in unseren Kleiderschränken fehlen – diese Lücken wollen wir mit JOUUR. schließen.

Happy sunday! Jessie’s wearing the ultimate piqué shirt “JILL” – now available in all sizes again.

A photo posted by JOUUR. (@jouur.label) on

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Hallo, ich bin Silicon Valley Reporterin, lebe in San Francisco, trinke meinen Kaffee selten aus und bin großer Fan vom Dog Park ums Eck. Ruft mich nicht an.

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